Golf von Neapel

03. - 10. Mai 2018

Eine Reisegruppe der VR-Bank Landau eG begab sich an den Golf von Neapel. Im Ortsteil Sant Agnello wurde ein typisch italienisches Hotel mit großem Garten voller Zitronen- und Orangenbäumen, Rosen und einem Gemüsegarten für die gute Küche bezogen. Von dort aus fanden alle Rundreisen statt. Eine davon ging auf der Halbinsel von Sorrent von Meereshöhe bis in die Hügel im Hinterland bis auf ca. 400m Höhe. Belohnt wurden die Reisenden mit Aussichten auf den Golf von Neapel und den Golf von Salerno, die Insel Capri, Ischia und Procida und Neapel mit dem Vesuv.

Das neapolitanische Land ist bekannt für den Käse von Wasserbüffelkühen, den Mozzarella. Auf einem Milchhof wurde die Herstellung gezeigt und der Käse mit diversen Zutaten probiert und der Hauswein tat sein übriges für die ersten gemeinsamen, lustigen Stunden.

"Wenn auf Capri die rote Sonne im Meer versinkt...." wer kennt nicht das Lied von Rudi Schuricke. Capri vom Meer aus betrachtet - eine tolle Fahrt. Von den über 60 Grotten wurden u.a. die Grotta dei Santi, Grotta Rossa, Grotta Verde besucht und auch an der berühmten Blauen Grotte wurde vorbeigeschaut. Ein Höhepunkt der Rundfahrt war die Fahrt mit dem Schiff durch ein Felsentor der Faraglioni-Insel. Der Kapitän musste auf die richtige Wellenbewegung warten, das Schiff war lt. Ansicht der Passagiere genauso groß wie das Felsenloch und er machte es sehr, sehr spannend. Luxusvillen und -hotels, ähnlich wie Adlerhorste auf vielen Ecken und Nischen der Insel gebaut, zeugen vom hohen Wohnwert der Insel, den sich aber nicht viele leisten können. Eine Insel mit Charme, aber auch mit der Gewissheit, als Bewohner lange Zeit des Jahres als "Touristengefangener" zu gelten.

Der zuletzt 1944 ausgebrochene Vulkan Vesuv war das nächste Tagesziel. Die Fahrt ging bis auf ca. 1.000m Höhe und der Rest bis an den Rand in 1.277m wurde zu Fuß zurück gelegt. Wolkenfetzen machten die Szenerie etwas unheimlicher und Wasserdampfaustritte aus den Tiefen des aktuell ruhigen Vulkans zeigen, dass keine Ruhe und Sicherheit besteht. In der unsichtbaren Tiefen ist lt. Vulkanologen viel Unruhe und die Ausgrabungen am Fuße des Berges zeugen von seiner Urkraft. Pompeji, der im Jahre 79 nach Christus nach einem verheerenden Vulkanausbruch zugeschüttet wurde und nun wieder großteils begehbar ist.

Das beeindruckende Mutterkloster der Benediktiner in Montecassino und die Besichtigung des Schlosses Palazzo Real in Caserta begeisterte die Reisegruppe. 1.200 prachtvolle Räume, erbaut nach dem Vorbild von Versailles, halt ein Königsschloss das Karl III von Bourbon erbauen lies. Der Besuch des prachtvollen Gartens fiel buchstäblich ins Wasser, es kann auch in Süditalien regnen.

Jeder Teil der Reise war sehenswert, aber der Höhepunkt war die Fahrt entlang der Amalfi-Küste. Die Hauptstaße windet sich die Hänge entlang und die Reisenden sitzen oft nahe am Abgrund, wenn es mal wieder eng wurde bei Überholvorgängen oder Hindernissen am Straßenrand.

Der Abschlusstag wurde noch mit Besuchen der sehr netten und sehenswerten Altstadt von Sorrent belegt. Einkäufe, kleine Erinnerungsstücke wurden gekauft und noch der eine oder andere Kaffee getrunken begleitet mit einer der vielen tollen Süßspeisen. Arrivederci Italien.